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„Deutschland ist teuer geworden: Wie Politik den Alltag der Bürger belastet“

Einleitung: Stabilitäts-Gerede vs. teure Realität

Während Politiker in Berlin von „stabiler Wirtschaft“ und „steigenden Reallöhnen“ sprechen, erleben viele Bürger etwas völlig anderes: Am Monatsende bleibt trotz höherem Lohn immer weniger übrig (6)(7)(8). Energie, Lebensmittel, Mieten und Abgaben haben sich seit der Vor‑Corona‑Zeit spürbar verteuert – oft genau in den Bereichen, in denen niemand einfach sparen kann (1) (2 ) (3) (4).
Offizielle Statistiken melden zwar steigende Löhne, doch mehrere Jahre mit Reallohnverlusten haben die Kaufkraft vieler Haushalte aufgefressen (6) (7)(9)(11) (12). Erst 2024 und 2025 gab es wieder leichte Reallohnzuwächse – die holen aber nur einen Teil der Verluste nach 2020 nach und schaffen kein echtes Plus gegenüber 2019 (6)(7)(8)(11)(12). Für Millionen Menschen wirkt das wie ein Rechentrick: Auf dem Papier steigen die Einkommen, im Portemonnaie bleibt davon kaum etwas übrig (2) (7)(13).
Genau hier setzt dieses Dossier an: Es zeigt, warum das Leben in Deutschland immer teurer wird, obwohl die Regierung sich mit „steigenden Löhnen“ schmückt – und welche politischen Entscheidungen entscheidend dazu beitragen, dass der Alltag der Bürger 2026 härter ist als vor wenigen Jahren (3)(4) (5)(6) (9)(11) (12).

Beispielrechnung: Das Ammenmärchen von den „steigenden Löhnen“
Ein einfaches Zahlenbeispiel macht den Trick deutlich, mit dem die Politik arbeitet (6)(7)(11) (12).

Stellen wir uns einen Arbeitnehmer vor, der 2019 monatlich 2.000 Euro netto verdient hat. In den vergangenen Jahren sind die Nettolöhne im Durchschnitt deutlich gestiegen – nehmen wir vereinfacht an, um rund 24 Prozent. Aus 2.000 Euro sind damit bis 2025 etwa 2.480 Euro geworden. Auf den ersten Blick klingt das nach einem Erfolg: 480 Euro mehr im Monat (6) (7)(8)(11) (12).

Gleichzeitig sind aber die Preise explodiert. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind seit 2019 um rund 20 Prozent gestiegen, die Lebensmittelpreise um etwa 30 Prozent oder mehr (1)(2) (3)(4)(9) (10) (11) (12). Was 2019 noch 2.000 Euro gekostet hat, schlägt heute im Schnitt mit etwa 2.400 Euro zu Buche – beim Wocheneinkauf liegt die Steigerung oft noch darüber (1) (2 ) (10) (13).

Rechnet man das gegeneinander, bleibt von den 480 Euro Lohnplus real nicht viel übrig: Nach Abzug der Preissteigerungen schrumpft der „Gewinn“ auf vielleicht 80 Euro – und die frisst schnell allein der teurere Lebensmitteleinkauf oder die höhere Abschlagszahlung für Strom und Heizung (1) (2) (3) (9 )  (10) (11) (12). Genau deshalb fühlen sich viele Menschen trotz angeblich „steigender Reallöhne“ real ärmer als vor der Corona‑Zeit (2)(7) (11 ) (12) (13).

Der beliebte politische Trick besteht darin, nur die Lohnentwicklung zu zeigen und die Inflationsseite auszublenden. In den Regierungsbotschaften heißt es dann: „Die Löhne steigen doch, die Menschen haben mehr Geld.“ Verschwiegen wird, dass Reallohn eben Lohn minus Teuerung bedeutet – und dass mehrere Jahre mit Kaufkraftverlusten nicht dadurch verschwinden, dass es am Ende ein kleines Plus gibt (6)(7) (11) (12) (13). Unterm Strich wurden viele Bürger erst ärmer gemacht und danach mit kleinen Zuwächsen abgespeist, die nur einen Teil dieser Verluste reparieren (6)(7) (8)(11) (12).

Genau dieses Missverhältnis zwischen Statistik und Alltag ist der Kern des Problems: Die Zahlen lassen sich schönreden – der Einkauf an der Supermarktkasse nicht (1)(2)(13).

Spritpreise: Krieg als Vorwand, Gewinnmaximierung und Abzocke

Beim Öl- und Spritpreis geht es längst nicht mehr nur um Angebot und Nachfrage, sondern um knallharte Gewinnmaximierung. Schon beim Ukraine‑Krieg 2022 und jetzt wieder beim Krieg im Nahen Osten sehen wir das gleiche Muster: Die Preise an der Zapfsäule explodieren innerhalb weniger Tage, obwohl der Rohölpreis selbst oft nur begrenzt steigt – oder kurz darauf sogar wieder fällt.Spritpreise: März 2022 war teuerster Tank-Monat aller Zeiten

Gleichzeitig wird verschwiegen, dass Deutschland und andere Industrieländer große Lagerbestände und strategische Reserven haben. In den Tanks der Mineralölkonzerne liegt Sprit, der lange vor der Eskalation zu deutlich niedrigeren Preisen eingekauft wurde. Trotzdem werden diese Altbestände so behandelt, als wären sie frisch zum neuen Krisenpreis hereingekommen – und genau zu diesem Krisenpreis an die Kunden weitergereicht. Das ist keine Naturgewalt, das ist eine bewusste Entscheidung zur GewinnmaximierungUS-Friedensplan für die Ukraine zieht Ölpreise nach unten (21.11.2025)

Inzwischen nennen die Dinge sogar Leute beim Namen, die mitten im Geschäft stehen: Tankstellenbetreiber, Verbände und Branchenvertreter sprechen offen von Abzocke und Raubtierkapitalismus, weil für längst bezahlte Altware plötzlich Kriegspreise verlangt werden. Zwischen der ersten Schockmeldung an den Börsen und dem Zeitpunkt, an dem tatsächlich teureres Rohöl in den deutschen Raffinerien ankommt, liegen meist Tage oder Wochen – an der Zapfsäule steigen die Preise aber in Echtzeit, als würde der Sprit im Tank plötzlich über Nacht teurer.wirtschaftsdienst+4Die Entwicklung der Rohstoffpreise seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine - Wirtschaftsdienst

Die Kette sieht so aus: Erst wird ein Krieg oder eine Krise politisch und medial zum großen Vorwand aufgebaut. Dann nutzen Konzerne die Situation, um die Margen hochzuziehen, und der Staat kassiert über Energiesteuer, CO₂‑Preis und Mehrwertsteuer bei jedem Liter kräftig mit. Am Ende zahlt der Bürger „Kriegszuschläge“ auf Benzin und Diesel, obwohl in den unterirdischen Tanks noch Millionen Liter aus der Vorkrisenzeit liegen – und zwar zu einem Preis, der mit realen Beschaffungskosten nur noch begrenzt zu tun hat.zdfheute+4Tankstellenbetreiber: Hohe Preise für Sprit sind "Abzocke"

Zusätzlich kommt der Mechanismus „Steuer auf Steuern“ oben drauf: Auf den Netto‑Produktpreis werden erst Energiesteuer, CO₂‑Abgabe und weitere Gebühren gepackt – und anschließend werden 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die komplette Summe fällig, also auch auf die bereits erhobenen Steuern. Effektiv zahlt der Autofahrer damit nicht nur für den eigentlichen Sprit, sondern für ein Produkt, das aus einem immer größeren Paket aus Abgaben, Krisenaufschlägen und aufgeblähten Margen besteht.adac+3Benzinpreis und Dieselpreis: So entstehen die Spritpreise aktuell

So entsteht am Ende genau das Bild, das Millionen Menschen an der Zapfsäule erleben: Kriege und Krisen dienen als perfekter Vorwand, um Preise nach oben zu treiben – und Politik und Mineralölkonzerne verdienen gemeinsam an einem System, das viele Bürger als reine Abzocke und Raubtierkapitalismus empfinden.Adblockwall | BILD.de

Mietentwicklung: Wohnen wird zum Luxus

Während die Politik gerne von „sozialem Wohnen“ und „breiter Entlastung“ spricht, erleben Mieter seit Jahren genau das Gegenteil: Die Kaltmieten ziehen an, die Nebenkosten explodieren – und bezahlbarer Wohnraum in vielen Städten wird zur Ausnahme.

Nach Daten von Immobilienportalen und Marktanalysen sind die Angebotsmieten in deutschen Großstädten seit 2019 je nach Stadt und Lage häufig um 20 bis 40 Prozent gestiegen; in besonders angespannten Märkten wie Berlin, München oder Hamburg liegen die Aufschläge bei Neuvermietungen teilweise noch deutlich höher (3)(4). Auch offizielle Statistiken bestätigen den Trend: Der Wohnungsmietindex des Statistischen Bundesamts liegt deutlich über dem Niveau von 2020, und in vielen Städten sind die Mieten stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung (3)(4)(11). Besonders stark zugelegt haben neben den Kaltmieten auch Heiz- und Nebenkosten, die seit 2022 je nach Region um rund 15 bis 20 Prozent gestiegen sind (3(5)  (11).

Für die meisten Haushalte ist die Miete der größte Fixposten im Monat. Nach Eurostat-Zahlen geben Menschen in Deutschland im Schnitt etwa ein Viertel ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus – von Armut bedrohte Haushalte sogar fast jeden zweiten Euro (3)  (11). Wer einmal in einem Mietvertrag steckt, kann nicht einfach „den Anbieter wechseln“ wie beim Strom oder Handy. Jede Mieterhöhung schlägt direkt in den Alltag durch: weniger Geld für Lebensmittel, weniger Rücklagen, weniger Spielraum bei unerwarteten Rechnungen.

Beispielrechnung: Was steigende Mieten wirklich bedeuten

Ein einfaches Beispiel zeigt, wie stark sich diese Entwicklung auswirkt.

2019: Warmmiete einer 60-m²-Wohnung: etwa 700 €
2025: vergleichbare Wohnung: 850–900 €

Das bedeutet:

+150 bis +200 € pro Monat
+1.800 bis +2.400 € pro Jahr
über fünf Jahre: 9.000 bis 12.000 € zusätzliche Wohnkosten

Für viele Haushalte entspricht das mehreren Monatsgehältern – Geld, das dann an anderer Stelle fehlt (3)  (11).

Warum der Wohnungsmarkt unter Druck steht

Mehrere Faktoren wirken gleichzeitig auf den Wohnungsmarkt: zu wenig Neubau, steigende Baukosten, höhere Zinsen und eine wachsende Nachfrage in Ballungsräumen (3)  (5)  (11). Das Ergebnis ist ein Markt, in dem Wohnungen knapper werden, Mieter bei Neuverträgen teils Aufschläge von 30, 40 oder mehr Prozent hinnehmen müssen und Wohnen für Millionen Menschen zum Armutsrisiko wird (3)  (4 )  (11).

Wenn Wohnen und Arbeiten gleichzeitig wackeln

Arbeitslosenstatistik: Wie die Realität kleingerechnet wird
Die Frage, ob die Arbeitslosenstatistik „geschönt“ ist, entscheidet sich an einem Wort: Definition. Gesetzlich wird festgelegt, wer überhaupt als arbeitslos gelten darf – und jedes Mal, wenn die Politik an dieser Definition dreht, ändern sich die Zahlen, ohne dass sich an der Realität zwingend etwas verbessert.tagesschau

Offiziell arbeitslos ist nur, wer weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitet, eine versicherungspflichtige Stelle sucht, sofort verfügbar ist und sich persönlich bei der Arbeitsagentur meldet. Wer krankgeschrieben ist, in Maßnahmen steckt, einen Ein‑Euro‑Job macht, einen Gründungszuschuss bekommt, über 58 ist oder aus Frust gar nicht mehr zum Amt geht, taucht in der Statistik gar nicht mehr

Die Bundesagentur für Arbeit und das Statistische Bundesamt liefern selbst Hinweise darauf, wie groß die Lücke ist: Zur offiziellen Arbeitslosenzahl kommen Hunderttausende Menschen in Fördermaßnahmen, weitere Hunderttausende in der „Unterbeschäftigung“ und zusätzlich eine „stille Reserve“ von mehreren Hunderttausend Menschen, die ohne Job sind, aber in keiner Statistik als arbeitslos erscheinen.

Unterm Strich bedeutet das: Während die Regierung von rund drei Millionen Arbeitslosen spricht, leben in der Realität fünf bis sechs Millionen Menschen ohne regulären Job oder mit deutlich zu wenig Arbeit. Die Statistik erzählt die Erfolgsgeschichte – die Lebenswirklichkeit erzählt eine andere.tagesschau+3

(14) Tagesschau – Erklärung zur Arbeitslosenstatistik / stille Reserve

Arbeitslosenstatistik: Wie die Realität kleingerechnet wird

Die berühmten „rund drei Millionen Arbeitslosen“ wirken auf den ersten Blick wie ein stabiler Zustand, an den sich Deutschland gewöhnt hat. Das Problem: Diese Zahl ist das Ergebnis einer engen gesetzlichen Definition – nicht ein ehrliches Bild davon, wie viele Menschen tatsächlich ohne auskömmliche Arbeit dastehen (14)).

Offiziell arbeitslos ist nur, wer weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitet, aktiv eine versicherungspflichtige Stelle sucht, sofort verfügbar ist und sich persönlich beim Amt gemeldet hat. Wer krankgeschrieben ist, in Maßnahmen steckt, einen Ein‑Euro‑Job macht, einen Gründungszuschuss erhält, über bestimmte Altersgrenzen fällt oder frustriert gar nicht mehr zum Amt geht, taucht in der Statistik schlicht nicht auf (14).

Zusätzlich gibt es die Kategorien „Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne“, „Unterbeschäftigung“ und „stille Reserve“ – also Menschen, die keine reguläre Arbeit haben, aber per Definition nicht als arbeitslos gelten. Rechnet man alle Gruppen zusammen, landet man nicht bei drei, sondern eher bei fünf bis sechs Millionen Menschen, die real ohne normalen Job sind oder deutlich weniger arbeiten können, als sie möchten (14)).

So entsteht ein doppeltes Bild: Für Pressekonferenzen und Schlagzeilen reicht eine glattgebügelte Zahl, die Stabilität suggeriert. In der Lebenswirklichkeit sitzen Millionen Menschen in unsicheren Jobs, Maßnahmen, Aufstockung oder kompletter Erwerbslosigkeit – nur dass sie statistisch aus dem Problemfeld „Arbeitslosigkeit“ herausdefiniert wurden (14).

Insolvenzen und Jobabbau: Wenn der Mittelstand kippt

Die Politik spricht gern von „Wachstum“ und „Standortstärkung“. Aber wenn man den Leuten zuhört, klingt das wie eine andere Sprache. Denn in vielen Betrieben ist der Alltag gerade nicht „Aufbruch“, sondern Abwehrkampf: gegen Kosten, gegen Unsicherheit – und gegen ein System, das Regeln stapelt, aber Ergebnisse zu selten liefert.

Nehmen wir nur die Bürokratie. Das ist längst kein Stammtischwort mehr, sondern ein messbarer Standortfaktor. In einer ifo‑Studie bewerten Unternehmen den Einfluss der Bürokratie im Durchschnitt deutlich negativ – und geben an, dass 22% der Arbeitszeit für bürokratische Aufgaben draufgehen. Das ist fast ein Viertel der Zeit: nicht für Kunden, nicht für Produktentwicklung, nicht für Ausbildung – sondern für Nachweise, Pflichten, Verfahren. [ifo.de]

Und dann wundert man sich, wenn Investitionen ausbleiben? Wenn Betriebe zögern? Wenn „Standortstärkung“ am Ende nur ein Wort ist?

Dazu kommt die wirtschaftliche Härte: Die Insolvenzen sind hoch. Creditreform spricht für 2025 von 23.900 Unternehmensinsolvenzen – „10‑Jahres‑Hoch“. Und das Entscheidende ist nicht die Zahl an sich, sondern was sie bedeutet: Zulieferer verlieren Aufträge, Beschäftigte verlieren Perspektiven, Regionen verlieren Substanz. [creditreform.de]

Amtlich sieht man das ebenfalls in den Monatsmeldungen: Destatis registriert für November 2025 1.794 Unternehmensinsolvenzen – und weist darauf hin, dass Insolvenzanträge zeitlich verzögert in der Statistik auftauchen. Heißt: Das ist keine Momentaufnahme von gestern, sondern oft ein Echo früherer Monate. [destatis.de]

Ja, Energie wird 2026 an einigen Stellen günstiger – etwa über bezuschusste Netzentgelte; und die BDEW‑Analyse zeigt sinkende Durchschnittswerte beim Strompreis. Aber Entlastung ist nicht automatisch Vertrauen. Vertrauen entsteht durch Planbarkeit: durch Regeln, die funktionieren, durch Verfahren, die schnell sind, durch eine Verwaltung, die ermöglicht statt blockiert. [bundeswirt...sterium.de], [bdew.de], [ifo.de]

Klartext: Wenn der Mittelstand wirklich „Rückgrat“ ist, dann darf Politik ihn nicht wie ein Verschleißteil behandeln. Dann muss sie liefern: weniger Reibung, mehr Tempo, mehr Verlässlichkeit. Sonst bleibt vom Wort „Standortstärkung“ am Ende nur eins übrig: ein Schild am Werkstor – „geschlossen“. , [creditreform.de], [ifo.de]

Mittelstand im Abwehrkampf: Wenn Betriebe kippen und Kosten bleiben

Während oben von „Wachstum“ und „Standortstärkung“ gesprochen wird, passiert unten etwas anderes: Der Standort wird ausgedünnt – still, Stück für Stück, Betrieb für Betrieb. 

Viele Unternehmen stehen gleichzeitig unter Druck: Energie bleibt teuer, Kredite sind schwer kalkulierbar, Löhne steigen – und über allem liegt eine Bürokratie, die jede Investition zur Geduldsprobe macht. Nicht, weil Unternehmer „keine Lust“ hätten, sondern weil sie immer öfter das Gefühl haben: Du darfst erst handeln, wenn du dich durch Berge von Vorgaben gearbeitet hast. 

Besonders hart trifft es den Mittelstand und kleine Betriebe – also genau die, die nicht in Talkshows sitzen, aber die meisten normalen Arbeitsplätze tragen. Wenn solche Firmen kippen, verschwindet nicht nur ein Name aus dem Handelsregister. Dann verschwinden Ausbildungsplätze, Versorgung, Handwerk, Alltag. Und dann stehen Menschen vor einem Satz, der brutal schlicht ist: Der Lohn ist weg, die Kosten bleiben. 

Hinter jeder Insolvenz stehen entlassene Mitarbeiter, geschlossene Ladenlokale, leere Werkhallen – und Familien, die plötzlich rechnen müssen: Miete, Strom, Lebensmittel… was zuerst? Und als wäre das nicht genug, kündigen parallel große Konzerne Standortschließungen, Produktionsverlagerungen und Stellenabbau an. Für die Betroffenen macht es keinen Unterschied, ob der Job im Handwerksbetrieb, im Einzelhandel oder im Industriekonzern wegfällt: Wer verliert, verliert immer gleich – Sicherheit. 

So entsteht ein gefährlicher Mix: Auf der einen Seite Lebenshaltungskosten, die längst nicht mehr „nur“ steigen, sondern viele Haushalte auffressen. Auf der anderen Seite ein Arbeitsmarkt, in dem Befristung, Kurzarbeit, Entlassungen oder erzwungene Branchenwechsel für immer mehr Menschen zum Normalzustand werden. Und genau hier kippt Stimmung: Nicht aus Ideologie – sondern aus Erfahrung. 

Klartext: Wenn Politik den Mittelstand seit Jahrzehnten als „Rückgrat“ feiert, ihn aber gleichzeitig mit Kosten, Vorgaben und Unsicherheit belastet, dann ist das kein Widerspruch – dann ist das ein Risiko. Und dieses Risiko zahlen am Ende nicht die, die Reden halten. Es zahlen die, die morgens aufstehen und arbeiten. 

Standort Deutschland: Reden oben, Angst unten

Während oben von „Wachstum“ und „Standortstärkung“ gesprochen wird, passiert unten etwas anderes: Der Standort wird ausgedünnt – still, Stück für Stück, Betrieb für Betrieb. 

Viele Unternehmen stehen gleichzeitig unter Druck: Energie bleibt teuer, Kredite sind schwer kalkulierbar, Löhne steigen – und über allem liegt eine Bürokratie, die jede Investition zur Geduldsprobe macht. Nicht, weil Unternehmer „keine Lust“ hätten, sondern weil sie immer öfter das Gefühl haben: Du darfst erst handeln, wenn du dich durch Berge von Vorgaben gearbeitet hast. 

Besonders hart trifft es den Mittelstand und kleine Betriebe – also genau die, die nicht in Talkshows sitzen, aber die meisten normalen Arbeitsplätze tragen. Wenn solche Firmen kippen, verschwindet nicht nur ein Name aus dem Handelsregister. Dann verschwinden Ausbildungsplätze, Versorgung, Handwerk, Alltag. Und dann stehen Menschen vor einem Satz, der brutal schlicht ist: Der Lohn ist weg, die Kosten bleiben.

Hinter jeder Insolvenz stehen entlassene Mitarbeiter, geschlossene Ladenlokale, leere Werkhallen – und Familien, die plötzlich rechnen müssen: Miete, Strom, Lebensmittel… was zuerst? Und als wäre das nicht genug, kündigen parallel große Konzerne Standortschließungen, Produktionsverlagerungen und Stellenabbau an. Für die Betroffenen macht es keinen Unterschied, ob der Job im Handwerksbetrieb, im Einzelhandel oder im Industriekonzern wegfällt: Wer verliert, verliert immer gleich – Sicherheit. 

So entsteht ein gefährlicher Mix: Auf der einen Seite Lebenshaltungskosten, die längst nicht mehr „nur“ steigen, sondern viele Haushalte auffressen. Auf der anderen Seite ein Arbeitsmarkt, in dem Befristung, Kurzarbeit, Entlassungen oder erzwungene Branchenwechsel für immer mehr Menschen zum Normalzustand werden. Und genau hier kippt Stimmung: Nicht aus Ideologie – sondern aus Erfahrung.

Klartext: Wenn Politik den Mittelstand seit Jahrzehnten als „Rückgrat“ feiert, ihn aber gleichzeitig mit Kosten, Vorgaben und Unsicherheit belastet, dann ist das kein Widerspruch – dann ist das ein Risiko. Und dieses Risiko zahlen am Ende nicht die, die Reden halten. Es zahlen die, die morgens aufstehen und arbeiten.

Klartext zum Schluss:

 Es geht nicht um Schlagworte, nicht um Parteisätze und nicht um „Stimmung“. Es geht um etwas Banales – und deshalb so Ernstes: ob Arbeit wieder trägt. Ob Betriebe noch investieren. Ob Menschen am Monatsende noch Luft haben.

Wer den Standort wirklich stärken will, muss dort anfangen, wo es weh tut: Planbarkeit statt Dauer-Unsicherheit, Entlastung statt Dauer-Auflagen, Tempo statt Endlos-Verfahren. Das ist keine Ideologie – das ist Handwerk.

Und der Prüfstein ist einfach: Wenn am Ende mehr Werkhallen leer sind, mehr Ladentüren zu bleiben und mehr Familien rechnen müssen, dann war es keine „Transformation“, sondern ein schleichender Verlust. Klartext heißt: Daran wird Politik gemessen – nicht an Worten. [rheingold-...rschung.de]



Quellen - Block

(1) Statista – „Lebensmittelpreise steigen schneller als Löhne“
https://de.statista.com/infografik/35457/anstieg-der-lebensmittelpreise-in-deutschland/

(2) Deutschlandfunk – „Lebensmittel in Deutschland: Was hinter den hohen Preisen steckt“
https://www.deutschlandfunk.de/lebensmittepreise-deutschland-100.html

(3) Statistisches Bundesamt (Destatis) – Verbraucherpreisindex und Inflationsrate
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html

(4) Statista – Verbraucherpreisindex in Deutschland bis Januar 2026
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38504/umfrage/verbraucherpreisindex-in-deutschland/

(5) LBBW – „Inflation Deutschland: aktuelle Inflationsdaten & Prognose 2026“
https://www.lbbw.de/artikel/maerkte-verstehen/inflation-deutschland-daten-prognosen-inflationsrate_ajbxohwa58_d.html

(6) Destatis – Pressemitteilung „Reallöhne im Jahr 2025 um 1,9% gestiegen“
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_068_62321.html

(7) Deutschlandfunk – „Reallöhne 2025 um 1,9 Prozent gestiegen“
https://www.deutschlandfunk.de/realloehne-2025-um-1-9-prozent-gestiegen-100.html

(8) Handelsblatt – „Lohnentwicklung: Reallöhne im Jahr 2025 weiter gestiegen“
https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/lohnentwicklung-realloehne-im-jahr-2025-weiter-gestiegen/100203972.html

(9) Finanz-Tools – „Inflationsraten Deutschland: Tabelle von 1992 bis 2026“
https://www.finanz-tools.de/inflation/inflationsraten-deutschland

(10) Trading Economics – „Deutschland Lebensmittel Inflation“
https://de.tradingeconomics.com/germany/food-inflation

(11) Destatis – „Verbraucherpreisindex für Deutschland – Lange Reihen ab 1948“
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Publikationen/Downloads-Verbraucherpreise/verbraucherpreisindex-lange-reihen-pdf-5611103.pdf

(12) Smart-Rechner – „Inflationsrate Deutschland: Tabelle von 1992 bis 2026“
https://www.smart-rechner.de/inflation/ratgeber/inflationsraten_deutschland.php

(13) Statista – „Inflationsrate in Deutschland von 1992 bis 2025“
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1046/umfrage/inflationsrate-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahr/

14) Tagesschau – Erklärung zur Arbeitslosenstatistik / stille Reserve

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/hg-arbeitslosenzahlen-101.htmltagesschau

(16) ifo Institut – Bürokratiebelastung Unternehmen 

Firmenbefragung zum Thema Bürokratie in Deutschland | Monographie (Autorenschaft) | ifo Institut
(17) Creditreform – Insolvenzen 2025

Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2025 | News | Creditreform
(18) Destatis – Unternehmensinsolvenzen

Unternehmensinsolvenzen im November 2025: +0,4 % zum Vorjahresmonat - Statistisches Bundesamt
(19) BDEW – Strompreisanalyse

2026 wird Energie spürbar günstiger | BMWE

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Dieses Dossier dient der Information und Meinungsbildung. Die dargestellten Inhalte beruhen auf öffentlich zugänglichen Daten, Studien, Medienberichten und offiziellen Statistiken zum Zeitpunkt der Erstellung. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder absolute Richtigkeit der Angaben übernommen werden.

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